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Leipzig – zwischen Bach, Erinnerung und schwarzer Poesie

  • tr7079
  • 25. Mai
  • 1 Min. Lesezeit

25.5.26

Leipzig empfängt uns mit Sonne, Musik und einer besonderen Energie.

Überall wird musiziert, auf Plätzen, Geigenklänge in den Gassen, improvisierte Konzerte vor Cafés und Stimmen, die durch die warme Frühlingsluft tragen. Die Stadt klingt. Gleichzeitig begegnen uns überall die Besucherinnen und Besucher des 33. Wave-Gotik-Treffen: etwa 20 000 schwarz gekleidete Menschen, fantasievoll, würdevoll, oft poetisch still. Die ganze Stadt wirkt wie eine Bühne zwischen Lebensfreude, Melancholie und Kunst.

Die Kostüme sind oft selbst gemacht. Hier ein wunderschönes Beispiel aus Raben- und Elsterfedern.

In der Thomaskirche und der Nikolaikirche begegnen wir der stillen Tiefe Leipzigs,



Musikgeschichte, Glaube und friedliche Revolution liegen hier eng beieinander.

Dann das monumentale Völkerschlachtdenkmal: gewaltig, schwer und eindrücklich.

Die zwölf Wächter des Friedens sind 12m hoch.

Ein Ort, der an Krieg, Opfer und europäische Geschichte erinnert, zugleich aber auch an Versöhnung.

Besonders berührend ist der Besuch des Südfriedhof Leipzig mit seinem Krematorium.

Zwischen alten Bäumen, stillen Wegen und monumentaler Architektur liegt eine grosse Ruhe. Vielleicht passt gerade dieser Ort erstaunlich gut zu Leipzig an diesen Tagen: eine Stadt zwischen Leben und Vergänglichkeit, zwischen Musik und Erinnerung, zwischen Licht und Schatten.

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