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01.03.26 Ein wilder Ritt durch Griechenland

  • tr7079
  • 1. März
  • 2 Min. Lesezeit

Es fährt sich gut, auf der Fähre. Bis auf eine kurze Phase um Mitternacht, liegt das Meer wie ein Spiegel da. Leider lässt der Nebel keine Weitsicht zu, aber das hat genauso seinen Reiz. Die Verpflegung ist gut, die Portionen sind auf Fernfahrer ausgerichtet.



Die Ankunft in Griechenland verläuft reibungslos, ich darf als Erster runter und fahre sofort ins Airbnb «cosy corner». Superhübsch mit einem schönen Bad und Kaffee mit Croissant für morgen früh. Jetzt schlaf ich erst einmal aus und morgen geht’s nach Thessaloniki oder Kavala.

Heute Morgen haben die USA und Israel den Iran angegriffen. Das ist verheerend und könnte einen Flächenbrand auslösen, es könnte aber genauso gut einen schnellen Regierungswechsel bewirken. Gut habe ich die nördliche Seidenstrasse im Auge, das ist weit weg von diesem Krisenherd. ich werde jetzt jeden Tag eine Lagebeurteilung machen.


Ich starte früh, weil ich weiss, dass ich das Pindos-Gebirge (Region Epirus und Westmakedonien) überwinden muss Richtung Thessaloniki. Es ist sehr kalt, -2° aber trocken und nur leicht bewölkt. Die Schilder «Ice on Road» lese ich mit Besorgnis, aber zum Glück ist die Strasse trocken. Ich wollte mir eigentlich noch das iPhone 17 kaufen, weil es dampfgekühlt ist, hier ist aber eher die Gefahr, dass mir das iPhone einfriert. Auch die Pneus fühlen sich hart und steif an. Ich fahre mit den ungefütterten Arbeits-Lederhandschuhen und bin froh, dass das tägliche Eisschwimmen etwas bewirkt. Nicht etwa, dass ich weniger kalte Hände hätte, aber ich kann viel besser damit umgehen.

Gefühlt alle 10 Kilometer kommt eine Maut-Stelle. Manchmal zahlt man 50 Cents, manchmal ein bisschen mehr; aber mit steifen Fingern das Münz rausklauben, ist eher etwas mühsam.

Unterwegs fahre ich vorbei an blühenden Mandel- und Pfirsichbäumen, sie wirken im Spätwinter fast wie ein rosafarbenes Meer.

Einen wunderbaren Kaffee in

Thessaloniki, einen weiteren mit einem Sandwich in

Kavala und schon habe ich die 700km hinter mich gebracht.


Ab morgen werde ich in der Türkei sein. Ich werde über Gallipoli bzw Canakkale reisen. Die Grossstadt Istanbul umgehe ich bewusst.

Die politische Situation im Iran beobachte ich genau und suche mir Wege weit weg vom Konfliktherd.

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