Leberget, Mölle und Ransvik
18.9.26 Heute lassen wir das Auto stehen und steigen auf die Velos.




Von Leberget fahren wir Richtung Mölle, immer wieder mit Blick auf das Meer. Mölle ist ein hübscher kleiner Bade- und Hafenort am Fuss des Kullabergs – einst eines der mondänsten Seebäder Schwedens. Schon Ende des 19. Jahrhunderts kamen Gäste von weit her hierher, nicht zuletzt, weil Mölle mit einer kleinen gesellschaftlichen Sensation aufwartete: Männer und Frauen badeten gemeinsam im Meer. Was heute selbstverständlich erscheint, galt damals als ausgesprochen gewagt.





Von Mölle geht es zu Fuss weiter entlang der Küste nach Ransvik. Zwischen Wald, Felsen und Meer liegt hier die Ransvik Havsveranda, wunderbar eingebettet in die Landschaft des Kullabergs.



ir setzen uns zum Essen und bleiben länger als geplant. Nicht nur wegen des wunderbaren Essens, sondern auch wegen der Atmosphäre. An den Wänden hängen alte Fotografien aus jener Zeit, als Mölle und Ransvik elegante Badeorte waren. Damen in langen Kleidern, Herren mit Hüten und Menschen beim Baden zwischen den Felsen – kleine eingefrorene Augenblicke aus einer anderen Welt.
Wir betrachten die Bilder lange. Es sind genau solche Orte, die eine Reise besonders machen: Man kommt wegen einer Velotour und einer Wanderung – und sitzt plötzlich beim Essen mitten in Geschichten, die mehr als hundert Jahre zurückreichen.
Manchmal braucht es nicht viel für einen perfekten Reisetag: zwei Velos, einen Küstenweg, gutes Essen und ein paar alte Fotografien, die erzählen können.



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