Tanahorn – Weite, Wind und neue Ziele
11.8.26 Heute sind wir mit den Velos zum Fuss des Tanahorns gefahren und von dort zu Fuss weiter auf den Gipfel.


Bei 70°52’31’’ Nord und 28°50’25’’ Ost stehen wir weit oben im hohen Norden – und erwischen tatsächlich noch ein wunderbares Schönwetterfenster.



Die Landschaft ist überwältigend. Karg, weit und beinahe grenzenlos. Kaum etwas verstellt den Blick, die Linien der Landschaft verlieren sich am Horizont, darüber dieser riesige nordische Himmel. In der Ferne schauen wir hinüber Richtung Nordkapp, am Horizont vermuten wir Gamvik und Mehamn.

Und genau hier oben fällt eine Entscheidung: Das Nordkapp lassen wir diesmal aus. 2023 waren wir bereits dort, auch am „geographischen Nordkapp“ Knivskjellodden und irgendwie fühlt es sich schöner an, nicht noch einmal einem bekannten Hotspot nachzufahren. Stattdessen zieht es uns weiter nach Osten, nach Mehamn. Ein neuer Punkt auf unserer Weltlinie.

Das Wetter bestätigt unseren Entscheid auf seine ganz eigene Art. Beim Abstieg zieht es bereits zu, und auf der Rückfahrt mit den Velos schüttet es kräftig. Dazu bläst ein starker Wind, der hohe Norden zeigt uns innerhalb weniger Stunden sein ganzes Repertoire.



Am Nachmittag zieht es mich ins Wasser. Die Barentssee bleibt ihrer Temperatur treu: je nach Ort und Wetter nur etwa 3 bis 8 °C, heute jedenfalls eisig kalt, dafür glasklar.



Ein kurzer Schwumm, der den ganzen Körper wach macht.
Und dann gibt es noch eine kleine Premiere dieser Reise: Cornelias Velo hat den ersten Platten. Irgendwann musste es wohl passieren. Also steht nun auch noch der Kauf eines neuen Schlauchs auf dem Programm.
So endet ein Tag, der eigentlich alles hatte: Velofahren und Wandern, Sonne und Regen, Sturm und eisiges Meer, eine kleine Panne – und oben auf dem Tanahorn die Entscheidung, nicht dorthin zu fahren, wo alle hinfahren, sondern dorthin, wo unsere Neugier uns zieht.

Mehamn, wir kommen.



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