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Wo das Meer zu kochen beginnt

tr7079
vor 2 Tagen
1 Min. Lesezeit

8.9.26 Heute besuchen wir den Saltstraumen, einen der stärksten Gezeitenströme der Welt.

Diese Bild stammt von einer Drohne, nicht von mir.

Zuerst betrachten wir das Schauspiel von der hohen Brücke aus. Von hier oben erkennt man die gewaltigen Strömungen, die Wirbel und Strudel, die entstehen, wenn ungeheure Wassermassen durch die nur rund 150 Meter breite Meerenge zwischen Saltfjord und Skjerstadfjord gepresst werden.

Etwa alle sechs Stunden wechselt die Strömung ihre Richtung. Dabei können Geschwindigkeiten von gegen 20 Knoten entstehen. Doch solche Zahlen sagen wenig über das aus, was man hier erlebt.

Deshalb wandern wir noch ein Stück dem Ufer entlang und kommen dem Wasser ganz nahe. Und erst hier wird die unglaubliche Gewalt des Saltstraumen richtiggehend spürbar.

Das Meer rauscht vorbei, beginnt zu kochen, dreht sich in mächtigen Wirbeln und scheint stellenweise gegen sich selbst anzukämpfen. Strudel entstehen, verschwinden wieder und tauchen wenige Meter weiter neu auf.

Von der Brücke aus kann man den Saltstraumen sehen.

Vom Ufer aus kann man ihn spüren.

Ein faszinierendes Schauspiel – und eine eindrückliche Erinnerung daran, welche Kräfte in Ebbe und Flut verborgen liegen.

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